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Anton von Gegenbaur
Schüler der AvG lernen in der Natur ihre Grenzen kennen



Bei der Anton-von-Gegenbaur-Schule steht Erlebnispädagogik auf dem Lehrplan - Kletter- und Bogenschieß-AG stark frequentiert
„Mit der Fünften haben wir eine Waldübernachtung gemacht, das war bisher mein bestes Erlebnis", erzählt Miriam Bürgermeister-Heinrich, Lehrerin an der Anton-von-Gegenbaur-Schule (AVG) und ausgebildete Erlebnispädagogin. Tagsüber seien sie gewandert, dann hätten sie sich im Wald jeder einen Unterschlupf für die Nacht gebaut, abends am Feuer gesessen und gegessen und Geschichten erzählt. „Die Schüler waren wie ausgewechselt, sie haben das Gepäck von denjenigen getragen, die nicht mehr konnten, haben Verantwortung für das Nachtlager übernommen und waren am nächsten Morgen ganz stolz auf sich." Damit sei die Erlebnispädagogik vielleicht schon erklärt, so die engagierte Lehrerin.
Seit einigen Jahren hat die AVG erlebnispädagogische Elemente in ihr Schulcurriculum aufgenommen. „Im Rahmen der Lebens- und Berufswegeplanung ist die Erlebnispädagogik bei uns fest integriert", erläutert Bürgermeister-Heinrich. Regelmäßig gebe es eine Kletter- und eine Bogenschieß-AG, die stark frequentiert seien. Darüber hinaus hätte sie ein Stundenkontingent, um mit einzelnen Klassen gezielt Erlebnis-Team-Tage oder einzelne Stunden auf die Beine zu stellen. „Erlebnispädagogik stellt die Schüler vor physische, psychische und soziale Herausforderungen und fördert Sozialkompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikation, Verantwortungsbereitschaft und zielgerichtetes Handeln", sagt die Lehrerin.
Manche müssten an ihre Grenzen gebracht werden, um zu lernen, andere wieder machten große Fortschritte, wenn sie ihre Grenzen überschritten. „Beim Klettern zum Beispiel ist das Verantwortungsbewusstsein der Schüler gefragt, die sichern, und der Mut und sportliche Fähigkeiten der Kletterer", erklärt Bürgermeister-Heinrich. Das Bogenschießen verlange den Schülern hohe Konzentration und Durchhaltevermögen ab. Auf dem Programm stünden auch Kennenlern-, Wahrnehmungs- und Teamübungen, Flussüberquerungen, Slacklinen, Schnitzeljagden mit dem GPS-Gerät und Abseilen.
„An den Erlebnistagen gestalte ich ein Programm für die Klasse, der teilnehmende Lehrer erlebt seine Schüler außerhalb des Klassenzimmers plötzlich ganz anders, entdeckt an ihnen ungeahnte Fähigkeiten, oder die Rollenverteilung wird ganz neu aufgeteilt. Die Schüler zeigen ein viel größeres Gemeinschaftsgefühl als in der Schule", so Bürgermeister-Heinrich. Ihre Kollegen seien alle begeistert. Altersangemessen würden die verschiedenen Elemente der Erlebnispädagogik auch mit den Kindern reflektiert, um ihnen ihre Lernprozesse bewusst zu machen.
„Noch heute erzählen die Fünfer begeistert von der Waldübernachtung, von den Glühwürmchen, die sie zum ersten Mal gesehen hätten, von den Geräuschen, die der nächtliche Wald zu bieten hatte, von dem riesigen Sternenhimmel und davon, wie gut es war, dass alle dabei waren", sagt Bürgermeister-Heinrich. Die Erlebnispädagogik ist für sie aus der Arbeit der AVG nicht mehr wegzudenken.
Die Erlebnispädagogik kommt auch bei diesen AVG-Schülerinnen ziemlich gut an

 

 

 

 

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